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Sligo International Chamber Music Festival

Songbook

Avenging and bright

Avenging and bright fall the swift sword of Erin*

On him who the brave sons of Usna betray'd!

For every fond eye he hath waken'd a tear in

A drop from his heart-wounds shall weep o'er her blade.

 

By the red cloud that hung over Conor's dark dwelling,

When Ulad's three champions lay sleeping in gore

By the billows of war, which so often, high swelling,

Have wafted these heroes to victory's shore.

 

We swear to avenge them! - no joy shall be tasted,

The harp shall be silent, the maiden unwed,

Our halls shall be mute, and our fields shall lie wasted,

Till vengeance is wreak'd on the murderer's head.

 

Yes, monarch! though sweet are our home recollections,

Though sweet are the tears that from tenderness fall;

Though sweet are our friendships, our hopes, our affections,

Revenge on a tyrant is sweetest of all!

How dear to me the hour

How dear to me the hour when daylight dies,

And sunbeams melt along the silent sea,

For then sweet dreams of other days arise,

And memory breathes her vesper sigh to thee.

 

And, as I watch the line of light, that plays

Along the smooth wave toward the burning west,

I long to tread that golden path of rays,

And think 'twould lead to some bright isle of rest.

Gestillte Sehnsucht (Freidrich Rückert)

In goldnen Abendschein getauchet,

Wie feierlich die Wälder stehn!

In leise Stimmen der Vöglein hauchet

Des Abendwindes leises Wehn.

Was lispeln die Winde, die Vögelein?

Sie lispeln die Welt in Schlummer ein.

Ihr Wünsche, die ihr stets euch reget

Im Herzen sonder Rast und Ruh!

Du Sehnen, das die Brust beweget,

Wann ruhest du, wann schlummerst du?

Beim Lispeln der Winde, der Vögelein,

Ihr sehnenden Wünsche, wann schlaft ihr ein?

Ach, wenn nicht mehr in goldne Fernen

Mein Geist auf Traumgefieder eilt,

Nicht mehr an ewig fernen Sternen

Mit sehnendem Blick mein Auge weilt;

Mit meinem Sehnen mein Leben ein.

Geistliches Wiegenlied (Emanuel Geibel)

Die ihr schwebet

Um diese Palmen

In Nacht und Wind,

Ihr heil’gen Engel,

Stillet die Wipfel!

Es schlummert mein Kind.

Ihr Palmen von Bethlehem

Im Windesbrausen,

Wie mögt ihr heute

So zornig sausen!

O rauscht nicht also!

Schweiget, neiget

Euch leis’ und lind;

Stillet die Wipfel!

Es schlummert mein Kind.

Der Himmelsknabe

Duldet Beschwerde,

Ach, wie so müd’ er ward

Vom Leid der Erde.

Ach nun im Schlaf ihm

Leise gesänftigt

Die Qual zerrinnt,

Stillet die Wipfel!

Es schlummert mein Kind.

Grimmige Kälte

Sauset hernieder,

Womit nur deck’ ich

Des Kindleins Glieder!

O all ihr Engel,

Die ihr geflügelt

Wandelt im Wind,

Stillet die Wipfel!

Es schlummert mein kind.

Es sang vor langen Jahren (Clemens Maria Brentano)

Es sang vor langen Jahren

Wohl auch die Nachtigall;

Das war wohl süßer Schall,

Da wir zusammen waren.

Ich sing und kann nicht weinen

Und spinne so allein

Den Faden klar und rein,

Solang der Mond wird scheinen.

 

Da wir zusammen waren,

Da sang die Nachtigall;

Nun mahnet mich ihr Schall,

Daß du von mir gefahren.

 

So oft der Mond mag scheinen,

Gedenk ich dein allein;

Mein Herz ist klar und rein,

Gott wolle uns vereinen!

 

Seit du von mir gefahren,

Singt stets die Nachtigall;

Ich denk bei ihrem Schall,

Wie wir zusammen waren.

Gott wolle uns vereinen,

Hier spinn ich so allein;

Der Mond scheint klar und rein,

Ich sing und möchte weinen!

Viola (Franz von Schober)

Schneeglöcklein, o Schneeglöcklein,

In den Auen läutest du,

Läutest in dem stillen Hain,

Läute immer, läute zu, läute immer zu!

Denn du kündest frohe Zeit,

Frühling naht, der Bräutigam,

Kommt mit Sieg vom Winterstreit,

Dem er seine Eiswehr nahm.

Darum schwingt der goldne Stift,

Dass dein Silberhelm erschallt,

Und dein liebliches Gedüft

Leis’ wie Schmeichelruf entwallt:

Dass die Blumen in der Erd,

Steigen aus dem düstern Nest,

Und des Bräutigams sich wert

Schmücken zu dem Hochzeitsfest.

Schneeglöcklein, o Schneeglöcklein,

In den Auen läutest du,

Läutest in dem stillen Hain,

Läut’ die Blumen aus der Ruh’!

Du Viola, zartes Kind,

Hörst zuerst den Wonnelaut,

Und sie stehet auf geschwind,

Schmücket sorglich sich als Braut,

Hüllet sich in’s grüne Kleid,

Nimmt den Mantel sammetblau,

Nimmt das güldene Geschmeid,

Und den Brilliantentau.

Eilt dann fort mit mächt’gem Schritt,

Nur den Freund im treuen Sinn,

Ganz von Liebesglück durchglüht,

Sieht nicht her und sieht nicht hin.

Doch ein ängstliches Gefühl

Ihre kleine Brust durchwalkt,

Denn es ist noch rings so still,

Und die Lüfte weh’n so kalt.

Und sie hemmt den schnellen Lauf,

Schon bestrahlt von Sonnenschein,

Doch mit Schrecken blickt sie auf,

Denn sie stehet ganz allein.

Schwestern nicht, nicht Bräutigam

Zugedrungen! und verschmäht!

Da durchschauert sie die Scham,

Fliehet wie vom Sturm geweht,

Fliehet an den fernsten Ort,

Wo sie Gras und Schatten deckt,

Späht und lauschet immerfort,

Ob was rauschet und sich regt.

Und gekränket und getäuscht

Sitzet sie und schluchzt und weint,

Von der tiefsten Angst zerfleischt,

Ob kein Nahender erscheint.

Schneeglöcklein, o Schneeglöcklein,

In den Auen läutest du,

Läutest in dem stillen Hain,

Läut die Schwestern ihr herzu!

Rose nahet, Lilie schwankt,

Tulp’ und Hyazinthe schwellt,

Windling kommt daher gerankt,

Und Narciss’ hat sich gesellt.

Da der Frühling nun erscheint,

Und das frohe Fest beginnt,

Sieht er alle, die vereint,

Und vermisst sein liebstes Kind.

Alle schickt er suchend fort,

Um die eine, die ihm wert,

Und sie kommen an den Ort,

Wo sie einsam sich verzehrt.

Doch es sitzt das liebe Kind

Stumm und bleich, das Haupt gebückt,

Ach! der Lieb’ und Sehnsucht Schmerz

Hat die Zärtliche erdrückt.

Schneeglöcklein, o Schneeglöcklein,

In den Auen läutest du,

Läutest in dem stillen Hain,

Läut Viola sanfte Ruh’!

Die Sommernacht (Friedrich Gottlieb Klopstock)

Wenn der Schimmer von dem Monde nun herab

In die Wälder sich ergießt, und Gerüche

Mit den Düften von der Linde

In den Kühlungen wehn:

 

So umschatten mich Gedanken an das Grab

Meiner Geliebten, und ich seh' im Walde

Nur es dämmern, und es weht mir

Von der Blüte nicht her.

 

Ich genoß einst, o ihr Toten, es mit euch!

Wie umwehten uns der Duft und die Kühlung,

Wie verschönt warst von dem Monde,

Du, o schöne Natur!

Litanei auf das Fest Allerseelen (Johann Jacobi)

Ruhn in Frieden alle Seelen,

Die vollbracht ein banges Quälen,

Die vollendet süssen Traum,

Lebenssatt, geboren kaum,

Aus der Welt hinüber schieden:

Alle Seelen ruhn in Frieden!

Liebevoller Mädchen Seelen,

Deren Tränen nicht zu zählen,

Die ein falscher Freund verliess,

Und die blinde Welt verstiess:

Alle, die von hinnen schieden,

Alle Seelen ruhn in Frieden!

Und die nie der Sonne lachten,

Unterm Mond auf Dornen wachten,

Gott, im reinen Himmelslicht,

Einst zu sehn von Angesicht:

Alle, die von hinnen schieden,

Alle Seelen ruhn in Frieden!

Der Winterabend (Carl Gottfried Ritter von Leitner)

Es ist so [still und]1 heimlich um mich,

Die Sonn' ist unten, der Tag entwich.

Wie schnell nun heran der Abend graut.

Mir ist es recht, sonst ist mir's zu laut.

Jetzt aber ist's ruhig, es hämmert kein Schmied,

Kein Klempner, das Volk verlief und ist müd.

Und selbst, daß nicht rassle der Wagen Lauf,

Zog Decken der Schnee durch die Gassen auf.

Wie tut mir so wohl der selige Frieden!

Da sitz ich im Dunkel, ganz abgeschieden.

So ganz für mich. Nur der Mondenschein

Kommt leise zu mir ins Gemach [herein.

Brauche mich aber nicht zu genieren,

Nicht zu spielen, zu conversieren,

Oder mich sonst attent zu zeigen.]2.

Er kennt mich schon und läßt mich schweigen.

Nimmt nur seine Arbeit, die Spindel, das Gold,

Und spinnet stille, webt, und lächelt [hold]3,

Und hängt dann sein schimmerndes Schleiertuch

Ringsum an Gerät und Wänden aus.

Ist gar ein [stiller, lieber]4 Besuch,

Macht mir gar keine Unruh im Haus.

Will er bleiben, so hat er Ort,

Freut's ihn nimmer, so geht er fort.

Ich sitze dann stumm in Fenster gern,

Und schaue hinauf in Gewölk und Stern.

Denke zurück, ach weit, gar weit,

In eine schöne, verschwundne Zeit.

Denk an sie, an das Glück der Minne,

Seufze still und sinne, und sinne.

Le Jeune pâtre Breton (Chanson du pays, Auguste Brizeux)

Dès que la grive est éveillée,

Sur cette lande encor mouillée 

Je viens m’asseoir

Jusques au soir;

Grand’mère de qui je me cache,

Dit: Loïc aime trop sa vache. 

Oh! Nenni da! 

Mais j’aime la petite Anna. 

 

A son tour Anna, ma compagne, 

Conduit derrière la montagne, 

Près des sureaux,

Ses noirs chevreaux;

Si la montagne où je m’égare,

Ainsi qu’un grand mur, nous sépare, 

Sa douce voix 

Sa voix m’appelle au fond du bois. 

 

Oh! Sur un air plaintif et tendre, 

Qu’il est doux au loin de s’entendre, 

Sans même avoir

L’heure de se voir! 

De la montagne à la vallée 

La voix par la voix appelée 

Semble un soupir 

Mêlé d’ennuis et de plaisir. 

 

Ah! retenez bien votre haleine, 

Brise étourdie, et dans la plaine, 

Parmi les blés

Courez, volez!

Dieu! la méchante a sur son aile 

Emporté la voix douce et frêle, 

La douce voix 

Qui m’appelait au fond du bois.